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Thema: Windmast vom Schnarrenberg abzugeben! Die Abschußrampe wohl eher nicht

Hallo Regiowetter-bw,

Hier gibt es jetzt die Chance zu dem Windmessermast vom DWD -S-Schnarrenberg zu kommen.

Da dort umgebaut wird ist der Alte bald frei.
http://www.meteolab.de/bilder/Feb_2007/schnarrenberg3.jpg
natürlich ohne Messer..

Nur geb ich das zu bedenken.

natürlich war ich gleich bei der Gemeinde und hab nachgefragt, ob ich auch den 10m-Mast aufstellen darf. Dort sagte man mir man werde es prüfen. Ich sollte mir aber schon mal im Voraus die Genehmigung meiner Grundstücksnachbarn einholen. Einer dieser Nachbarn hat dann auch schon gleich nach meinem Besuch bei der Gemeinde Bedenken angemeldet, wer genau, hat man mir nicht sagen wollen. Jedenfalls meinte der Nachbar, wenn der Mast mal umfiele, könnte er auch sein Haus treffen und zum anderen zög dieser auch noch verstärkt Blitze an, mal abgesehen davon, dass dieser ständig den "Riesenmast" vor sich hätte, wenn er gemütlich im Garten hocken würde. Aus dem Grund, und weil auch keine abgeklärte baurechtliche Verordnung für unser Wohngebiet für solch hohe Bauvorhaben vorliege, würde man mir seitens der Gemeinde keine Zustimmung geben können. Man wisse ja nicht, ob es eventuell nicht auch auf eine zivilrechtliche Klage hinauslaufe und so gesehen wollte man sich nicht von vorne herein da so festlegen, als dass dann die Gemeinde auch noch gleich mitverklagt würde.

Will heißen, den schon so schön in meinem Garten geglaubten Windmast kann ich nun sprichwörtlich in den Wind schießen. Wenn Du also selber interessieret bist, kümmere Dich lieber im Voraus um die Aufstellrechte. Siehst ja, wie schnell so ein Schuss nach hinten losgehen kann.

Der interessierte Hobbymetrologe der den Windmast bekommen kann muss als einzige Bedingung unserem Messnetz die Wetterdaten zukommen lassen.


Grüße Chris

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Re: Windmast vom Schnarrenberg abzugeben! Die Abschußrampe wohl eher nicht

Cool... aber irgendwie logisch, dass man sich nicht einfach so ein Riesenteil in den Garten stellen kann. Ich hätte als Nachbar da wohl auch keinen Bock drauf. Das ist doch nix für den Hausgarten... wink Ich hab's mal getwittert, bezweifle aber, dass sich da ernsthafte Interessenten finden. Wer könnte so was überhaupt aufstellen??

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Re: Windmast vom Schnarrenberg abzugeben! Die Abschußrampe wohl eher nicht

Hallo Chris,

ein sehr schönes Foto, genauso aus der Perspektive hätte ich die Wetterstation auch fotografiert *scherzend*

Lg,

Volker

Burladingen- Hausen i. K. (685m - 927m) auf der Zollernalb, dort wo die Schwäbische Alb am schönsten ist: Hausen im Killertal

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Re: Windmast vom Schnarrenberg abzugeben! Die Abschußrampe wohl eher nicht

Volker schrieb:

Hallo Chris,

ein sehr schönes Foto, genauso aus der Perspektive hätte ich die Wetterstation auch fotografiert *scherzend*

Lg,

Volker

wieso hätte?  big_smile

aber nur so am Rande Max Wind an diesem Mast war 39 m/s (= 140 km/h) am 26.12. 1999 und er Steht noch.
Leider hatte ich da noch nicht gemessen...

Also wenn den jemand möchte sollte schon ein passendes Fundament haben!

Mast kann auch in 4 Teile für Transport auseinander geschraubt werden.

Grüße Chris

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Re: Windmast vom Schnarrenberg abzugeben! Die Abschußrampe wohl eher nicht

Passend zum Schnarrenberg und dem dortigen Austausch von Meßeinheiten dieser Artikel:

Abschussrampe entschwebt
Für Wetterballons neues 3,5 Tonnen schweres Radio-Sonden-Aufstiegsgerät

Zweimal täglich steigen auf der Messstation des Wetterdienstes am Stuttgarter Schnarrenberg Heliumballons in den Himmel. Jetzt entschwebte die Abschussrampe der Sonden selbst. Sie wird ausgetauscht.

Stuttgart Acht Meter breit, vier Meter hoch und rund 3,5 Tonnen schwer - für den Tausch des Radio-Sonden-Aufstiegsgerät ist großes Gerät notwendig. Und dennoch benötigte der Kran für den ersten Schritt, den Abtransport des Containers nur wenige Minuten. "Der Aufbau wird sicher etwas länger dauern", sagt René Reitter vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Grund: Während der alte Quader nur mittig auf einem Anhänger eines Lastwagens platziert werden musste, ist beim neuen viel mehr Fingerspitzengefühl notwendig. Er muss auf der Plattform exakt ausgerichtet werden, damit alle Leitern und Anschlüsse exakt passen.

"Gestern waren die Bedingungen ideal. Es war sonnig und windstill. Wenn es gewittert oder stark windet können sich die Arbeiten verzögern", so Reitter, der bundesweit bereits drei Anlagen getauscht hat. Auch heute mache er sich keine Sorgen. "Zwischen 14 und 15 Uhr sollte das Aufstiegsgerät auf der Plattform landen. Wir sind ein eingespieltes Team, bei dem jeder Handgriff sitzt." Auch nach dem Aufstellen des neuen Containers ist noch einiges an Umbauarbeiten notwendig." Denn erst am 5. November wird die Anlage in Betrieb gehen. "Bis dahin nutzen wir noch die alte Anlage, die wenige hundert Meter neben der neuen steht." Die Kosten für den Austausch mit allen Testflügen und Abnahmen liegen bei 350 000 Euro.

Notwendig wurde der Tausch der Station, die zweimal täglich Radiosonden automatisch in den Himmel aufsteigen lässt, weil das "System einfach durch war. Nach 15 Jahren ist die Lebensdauer vorbei", erklärt Reitter. Die neue Anlage benötigt statt 45 Minuten nur noch 20 Minuten um einen Heliumballon in den Himmel zu schicken. Gerade bei drohenden Gewittern, Schnee und Hagel sei das von Vorteil. "Bei kritischen Wetterlagen starten wir bis zu vier Ballons am Tag. Im zwei Sekundentakt sendet die 180 Gramm schwere Sonde dann Informationen wie Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Windrichtung an den DWD."

Wichtige Informationen für die Meteorologen, die seit 1956 so Höhenwetterkarten erstellen und die gesammelten Daten an Universitäten und Forschungsdienste bereitstellen. "Gemeinsam mit den anderen Wetterdiensten bekommen wir ein globales Bild." In 35 Kilometern Höhe ist dann Schluss. Dann platzt der Heliumballon, der sich von rund vier Metern um ein dreifaches vergrößert hat. "Die Sonde segelt an einem kleinen Fallschirm mit maximal fünf Metern pro Sekunde gen Erdboden." Verletzt sei von den kleinen Flugobjekten, die meistens im Ostalbkreis landen, noch niemand geworden. "Einmal landete eine Sonde in einem Rhabarberkuchen", sagt Michael Gutwein vom DWD. "Den haben wir natürlich ersetzt."

Quelle: http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten … 85625.html


Radiosondenaufstiege können dort nachgeschaut werden:

http://weather.uwyo.edu/upperair/europe.html

Burladingen- Hausen i. K. (685m - 927m) auf der Zollernalb, dort wo die Schwäbische Alb am schönsten ist: Hausen im Killertal